Schulstraßen auch in Reutlingen schneller umsetzen!

Unser Text aus dem Amtsblatt:

Sichere Schulwege sind zentral für die Sicherheit der Jüngsten in unserer
Gesellschaft. Der eigenständige Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad fördert zudem
die selbstständige Mobilität von Kindern und stärkt ihre Verkehrskompetenz.
Dennoch bringen viele Eltern aus Sicherheitsbedenken ihre Kinder bis heute lieber
mit dem Auto bis vor die Schultür. Zu oft entstehen so aufgrund von sogenannten
Elterntaxis und zugeparkten Straßen vor den Schulen gefährliche Situationen für
Schulkinder. Mit der Einrichtung von Schulstraßen wird hier Abhilfe geschaffen.
Daher haben wir im Gemeinderat beantragt, Schulstraßen vor den Reutlinger
Schulen in den Zeiten vor Schulbeginn und nach Schulende einzuführen. Mit dem
Erlass des Landesverkehrsministeriums vom August diesen Jahres ist es Kommunen
nun möglich, an potentiell gefährlichen Stellen Schulstraßen einzurichten. Durch
zeitlich begrenzte Durchfahrtsverbote werden die Verkehrssituationen an
Schuleingängen so deutlich beruhigt und sichere Fuß- und Radwege gewährleistet.
Insbesondere bei den jüngsten Kindern an Grundschulen wird so größere Sicherheit
im Straßenverkehr gewährleistet wie z.B. vor der Friedrich-Hoffmann-
Gemeinschaftsschule in Betzingen. Zudem kann die Stadt mit der Einrichtung von
Schulstraßen auch vor weiterführenden Schulen seit Jahren bestehende und
bemängelte neuralgische Punkte auflösen. Dazu gehören vor allem die Kreuzungen
Frauenstraße/Moltkestraße/Jahnstraße mit den angrenzenden Schulen Eichendorf-
Realschule, freie Georgenschule und Johannes-Kepler-Gymnasium sowie die
Kanzleistraße vor dem Friedrich-List-Gymnasium.

 

Und unsere Pressemitteilung zu dem Thema:

Die Fraktion der Grünen und Unabhängigen im Gemeinderat in Reutlingen hat
beantragt, Schulstraßen vor den Reutlinger Schulen in den Zeiten vor Schulbeginn
und nach Schulende einzuführen.
Im August hat die Landesregierung den Weg für die schnellere und einfachere
Einführung von Schulstraßen frei gemacht. Wir möchten, dass die Stadtverwaltung
prüft, an welchen Stellen eine Sperrung der Straße(n) vor einer Schule mindestens
45 Minuten vor Unterrichtsbeginn am Morgen und 45 Minuten nach Schulende am
Mittag sinnvoll ist und diese Sperrungen dann umsetzt.
Sichere Schulwege sind zentrale für die Jüngsten in unserer Stadtgesellschaft.
Obwohl der eigenständig zurückgelegte Schulweg die Eigenverantwortung der
Kinder stärkt, bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt bis vor die Schule.
Die sogenannten Elterntaxis und dadurch zugeparkten Straßen erhöhen das
Unfallrisiko vor den Schulen. Die zeitlich begrenzten „Schulstraßen“ schaffen hier
Abhilfe: Die Verkehrssituation vor den Schulen wird beruhigt und sichere Rad- und
Fußwege garantiert.
Prägnante Beispiele für ein erhöhtes Risiko durch Elterntaxis sind z.B. die Kreuzung
Frauenstraße/Moltkestraße/Jahnstraße, wo junge Menschen zu drei verschiedenen
Schulen gehen, die Zufahrt zur Friedrich-Hoffmann-Gemeinschaftsschule in
Betzingen oder die kleine Parallelstraße zur Rommelsbacher Straße, welche den
Zugang zum AEG, der Römerschanzschule und der Peter Rossegger Schule bildet.