Unser Beitrag aus dem Amtsblatt:
Verletzungen, Hunger und Krankheiten - das Leid streunender Katzen bleibt für viele
unsichtbar. Doch in den letzten Jahren nahm die Anzahl der Streuner in Reutlingen
zu. Während das Tierheim unglaubliche Hilfe leistet, ist es überlastet und am Rande
seiner Kapazitäten.
Der Reutlinger Tierschutzverein und viele weitere relevante Tierschutzorganisationen
fordern deshalb schon sehr lange die Einführung einer Katzenschutzverordnung. So
stellten wir als Fraktion im Gemeinderat bereits 2021 unseren ersten Antrag. Im
vergangenen Jahr startete die Grüne Jugend zudem eine Petition im Landkreis, die
fast 2000 Unterschriften einbrachte.
Nun hat der Reutlinger Gemeinderat auf unsere Initiative hin die
Katzenschutzverordnung mit großer Mehrheit verabschiedet.
Durch die Verpflichtung zur Kennzeichnung, Registrierung und Kastration bzw.
Sterilisation von Freigängerkatzen wird der unkontrollierten Vermehrung der Katzen
entgegengewirkt. Dies mindert Tierleid, entlastet das Tierheim und schafft zusätzlich
Rechtssicherheit. Zunächst wird eine Übergangsfrist von 6 Monaten folgen, in der die
Verwaltung Katzenhalter*innen informiert.
Dies ist notwendiger Tierschutz! Wir tragen die Verantwortung für jedes Tier. Die
Versorgung und der Schutz von Fundtieren sind staatliche (kommunale) Aufgaben.
Immer mehr Kommunen erkennen die Katzenschutzverordnung als effektives Mittel
an und führen diese ein. Wir freuen uns sehr, dass nun auch Reutlingen mitzieht.
Dies ist ein wichtiger Schritt, reicht jedoch nicht. Noch wirksamer wäre die landes-
bzw. bundesweite Einführung. Tierheime müssen wir außerdem auch auf anderen
Wegen unterstützen, in erster Linie finanziell.